Studi Törn 2017 am Bodensee

24 Teilnehmer beim Hohenheimer Schnupper-Segel-Wochenende ,

von 22. bis 24. September 2017 am Bodensee

Zum fünften Mal bot die StSG-Segelgruppe Hohenheim ein Wochenende am Bodensee an, bei dem die Teilnehmer einfach mal ausprobieren konnten ob ihnen das Segeln Spaß macht.

Aufgrund der vielen Anmeldungen mit unterschiedlichem Kenntnisstand wurde diesmal auch ein „Schnuppersegeln für Fortgeschrittene“ initiiert bei dem die erfahreneren Teilnehmer der letzten Jahre auf der „won4all“, der sportlichen Kiel-Rennjacht der Studentischen Seglergemeinschaft Stuttgart e.V., segeln durften.

                       

Pünktlich um 18 Uhr trafen sich am Freitagabend alle Teilnehmer am Schnupper-Segelwochenende der StSG-Segelgruppe Hohenheim in der ULTRAMARIN-Marina in Kressbronn-Gohren.      

   
Eintreffen-Proviant 
 

24 Studierende und Mitarbeiter der Uni hatten sich für dieses Event angemeldet und die Wettervorhersage für das Wochenende versprach perfektes Segelwetter.

Zunächst wurde das Gepäck und der Proviant der Teilnehmer auf die 5 Jachten verteilt. Neben den vier Jachten der Studentischen Seglergemeinschaft Stuttgart e.V. wurde uns auch die „Chilli“ zur Verfügung gestellt. Die „Chilli“ gehört seit kurzem Cecile, die selbst vor 3 Jahren Teilnehmerin beim Schnuppersegel-Wochenende war. Sie hatte dabei so viel Spaß am Segeln gefunden, dass sie anschließend das Bodenseepatent gemacht hat. Im Sommer hat sie dann in liebevoller Detailarbeit ein 40 Jahre altes Schiff restauriert und es „Chilli“ getauft.

Die fünf Jachten haben nach einer kurzen Sicherheitseinweisung der Teilnehmer den Hafen verlassen. Etwa einen Kilometer vor dem Hafen wurden alle StSG-Jachten zu einem „Päckchen“ verbunden und während und nach dem Sonnenuntergang ausgiebig gevespert, geratscht und sich gegenseitig vorgestellt.

        

Sonnenuntergang gemeinsam genießen

Die Stimmung war bestens und so wurden nach Begutachtung zahlreicher Sternbilder die Verbindung der Boote erst gegen Mitternacht wieder aufgelöst und die Jachten fuhren zurück in den Heimat-Hafen.

Nach einer ruhigen Nacht auf den Jachten begann der Samstagmorgen mit einem gemeinsamen Frühstück. Dabei fehlte es an nichts. Jeder durfte sich in der großen Runde nochmals vorstellen und kurz seine bisherige Segelerfahrung zusammenfassen.

           

   Schwimmen

Badestop trotz 17°C Wassertemperatur

   

Auf den Jachten wurden anschließend technische Details erklärt und alles für einen wunderbaren Segeltag vorbereitet. Der Windfinder sagte konstante 2 bft (eine Einteilung der Windstärken zwischen 0 (=Flaute) und 12 (=Orkan)) vorher, die auch tatsächlich so kamen. Gegen 11 Uhr hieß es „Leinen los“. Jetzt gab es für alle Teilnehmer die Möglichkeit Wenden und Halsen selbst zu fahren und die damit verbundenen Abläufe und Segelkommandos zu kennenzulernen.

Es ist jedes Mal verblüffend wie schnell die Schuppersegler und –seglerinnen die Manöver beherrschen. So blieb dann auch genügend Zeit die verschiedenen Knoten, die fürs Segeln wichtig sind, zu erlernen.

Selbstverständlich durften Badestops sowie kleinere Vesperpausen nicht fehlen.            

   
   Lagerfeuer
   

 

Um 18 Uhr kehrten die Jachten in den Ultramarinhafen in Gohren zurück.

Nach einem Anlegeschluck ging es ans Kochen. Auf den Jachten mit Gasherd wurden Spaghetti sowie Tomatensoße gekocht und auf den anderen Jachten der griechische Bauernsalat zubereitet, den es als Beilage gab. Wer eine Fleischzulage wollte, konnte Tunfisch dazu bekommen. Gegessen wurde dann gemeinsam auf dem Jollengelände der Studentischen Seglergemeinschaft, das wenige Meter von den Jacht-Liegeplätzen entfernt ist.

Dabei wurden die Erfahrungen des Tages ausgetauscht und viel gelacht.

           

Alle waren hungrig und durstig. Keiner mußte hungrig aufstehen.

 

Den Rest des Abends verbrachten alle gemeinsam am Lagerfeuer. Dafür wurde angeschwemmtes Strandgut eingesammelt. Das wärmende Feuer, die Klänge einer Gitarre sowie die netten Gespräche über die Welt, verschiedene Kulturen und die Erfahrungen der Teilnehmer auf ihren Reisen in ferne Länder….

           

   
  
   

Es wurde ein langer, schöner Abend.

Am Sonntagmorgen begann das Frühstück um 9.30 Uhr ganz gemütlich mit frischen Brötchen und Brezeln, weichen Eiern und heiß gebrühtem Kaffee. Der Himmel war wolkenlos und so freuten wir uns alle auf einen weiteren herrlichen Segeltag.

Nach einer kurzen Besprechung und dem Abspülen ging es wieder auf die Jachten. Bald waren die Leinen losgeworfen und die Fender eingeholt. Da am zweiten Tag alle fünf Jachten riesige Piratenflaggen gehißt hatten, konnten wir die Jachten der StSG-Segelgruppe auch alle wieder auf dem Wasser erkennen. Denn aus der Entfernung war es immer schwierig zu sehen, ob die Jacht dazu gehört oder nicht.

Leider schlief der Wind ein, so dass wir am Sonntag nicht mehr so viele Manöver fahren konnten wie am Vortag. Dafür wurden dann umso mehr Knoten geübt und die restlichen Vorräte verringert.

Das „Schnuppersegeln für Fortgeschrittene“ kam sehr gut an. Auf der B/one „won4all“ konnten die Teilnehmer der früheren Schnuppertörns oder Hohenheimer, die bereits einen Segelschein hatten, auf einer sportlichen Kieljacht segeln. Das leichte Boot, das einen geringen Tiefgang und eine wasserschnittige Rumpfform aufweist, ist auch am Sonntag bei den leichten Winden deutlich schneller gewesen als die größeren Yachten.

Dabei wurde die Regatta-Jacht der Studentischen Seglergemeinschaft Stuttgart von zwei Skippern gemeinsam gesteuert, die selbst erst im letzten Jahr beim Schnuppertörn vom Segelvirus erfaßt wurden.

           

Schnuppersegeln für Fortgeschrittene

Wir wollen die Idee des „Schnupper-segeln für Fortgeschrittene“ auch in 2018 wieder umsetzen.

Gegen 16 Uhr trafen sich die fünf StSG-Jachten wieder im Hafen zum Ausladen des Gepäcks in die Autos. Anschließend mußten die Jachten wieder für den nächsten Nutzer gereinigt werden. Nach einem kurzen Abschluß-„sit together“ ging es wieder in Fahrgemeinschaften zurück nach Stuttgart.

Ein besonderer Dank gilt den Skippern Cecile, Veronika und Jens, Florian, Sebastian und Karsten. Sie haben den Teilnehmern die Feinheiten unseres Sports mit viel Enthusiasmus, Engagement, Freude und viel Geduld vermittelt.

Wir alle hatten ein rundum gelungenes Wochenende, viel Spaß und tolle Eindrücke wie schön das Segeln sein kann.

Karsten Pflieger