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Home > Regattasegeln > Die Rund Um (LSC)

Die Rund Um

Die Rund Um ist die Traditions- Langstreckenregatta am Bodensee, in einem Atemzug mit der Bol 'd Or am Genfer See oder der Centomiglia am Gardasee genannt.

Die Regatta wird seit 1951 ausgetragen und führt eben "rund um" den Bodensee. Für Yachten bis Yardstick 102 die große Runde (Lindau - Romanshorn - Eichhorn bzw. Meersburg Überlingen und zurück).

Ab dem Yardstick 103 gibt es das kleine blaue Band, diese Yachten müssen nicht in den Überlinger See, sondern drehen in Meersburg bzw. am Hörnle vor Konstanz um.

Der Start ist am um 19:30, dann racen circa 500 Schiffe in und durch die Nacht. Das Zeitlimit ist genau 24 Stunden, also man sollte versuchen, am nächsten Tag um 19:30 die Ziellinie vor dem Hafen des Lindauer Segelclubs überquert zu haben.

Neuerungen für die Rund Um 2011

--- Update November 2010 ---

Neuigkeiten zur Rund Um:

Zitat LSC Webseite: "Der Lindauer Segler-Club hat mehrere einschneidende Änderungen bei der traditionellen Langstreckenregatta RUND UM beschlossen. Nach zwei ungewöhnlich windarmen Langstreckenregatten will der LSC künftig mehr Seglern, auch auf traditionellen Schiffen, den Zieldurchgang ermöglichen. Geändert wird:

1. Die RUND UM endet künftig am Samstag um 21.00 Uhr. Mit der Verlängerung um 90 Minuten können mehr Segler das Ziel erreichen.
2. Der LSC wird sich im Zweifelsfall eher für eine Bahnabkürzung entscheiden. Je nach Regattaverlauf wird es für alle drei Gruppen (Großes und Kleines Blaues Band sowie Blauer Pokal) die Möglichkeit einer einzelnen, für die Gruppe gültigen Bahnabkürzung geben. So kann individueller auf das unterschiedliche Geschwindigkeitspotential der Klassen reagiert werden.
3. Es wird intensiv geprüft, ob bei einer extrem windarmen Wettersituationen das Ziel nach Westen verlegt werden kann. Diese Entscheidung wird kurzfristig während der Regatta getroffen."

Ich halte dies für eine Entscheidung, die allen Teilnehmern der Rund Um sehr gerecht wird, sowohl aus sportlicher Sicht (Berücksichtigung der Leistungspotenziale des Teilnehmer- Schiffs- Spektrums) als auch für den Charaker "der" traditionellsten" Langstreckenwettfahrt im Sinne des olympischen Gedankens (dabei sein ist alles).

Bravo. Find ich ziemlich gut - wenn es denn so (& konsequent) umgesetzt wird.

Ole Hoffmann (Cross 25 - GER 2 - "vela")

Quo vadis Rund Um?

Die Rund um 2010 - was soll man sagen?

Von 388 gemeldeten Schiffen kamen nur 31 ins Ziel. Davon 6 Liberas und 7 Kats. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Schiffe, die "durchkamen", reine Rennmaschinen.

Für mich als Nicht-Profi-Low-Budget Regattasegler stellen sich damit erneut die Fragen - wie jedes Jahr direkt nach der Rund Um: Warum tun wir uns das an? Warum gibt es keine Bahnverkürzung?

Im Vorfeld, in den Pressemitteilungen wurde auf das Thema Bahnverkürzung eingegangen und diese mit dem Argument, daß es ja einmal rund um den See geht und sonst der Name keinen Sinn macht und mit der Unmöglichkeit der Organisation bei so vielen Schiffen eher abgelehnt.

Eine Traditionsregatta, denn dies war die 60. Rund Um, muß schon mit der Zeit gehen. Und das heißt bei einer gewaltigen Spreizung im Yardstick und in der Technik der Schiffe auch eine Anpassung an die Bahn. Der olympische Gedanke, der vielen Seglern bei Regatten Motivation und Ansporn ist - ankommen ist alles - kommt bei der Rund Um zu kurz.

Die technische Durchführbarkeit ist in Zeiten von Tracking Systemen und I-Phone Apps nicht wirklich ein Problem. Das Anzeigen von Bahnverkürzung per Licht- , Flaggen oder Schallsignalen doch auch nicht. Laßt doch die Liberas, Kats und Renner bei solch flautigen Bedingungen bis Überlingen, die YST 85-102 bis Meersburg via Romanshorn und die klein-blau-Bander in Meersburg zurücksegeln. Wo ist das organisatorische Problem?

Die "armen Leute" mit Yardsticks um die 100 sind in der derzeitigen Durchführung der Rund Um nur das zahlende Volk, daß mit den höchsten Startgeldern für eine Regatta am See dafür sorgt, daß die HighTech Schiffe eine schnelle Nachtregatta segeln können. Gewinnen könnten "die kleinen" auch - wenn man sie wenigstens ankommen ließe.

Wir werden uns nächstes Jahr hinter den Rheindamm legen, die schöne Szenerie beim Start ansehen, 3 Stunden einfach mitsegeln und danach in Altenrhein oder sonstwo den Grill anheizen, nett Bierchen trinken und die laue, windstille Sommernacht genießen.

Dieser Text ist eine persönliche Bilanz und Sichtweise, nachdem wir nach wachen, kalten und heißen 26 Stunden etwa 1,8 nautische Meilen vor Lindau aufgeben mussten, weil uns die Zeit weggelaufen war.

Ole Hoffmann, GER 2 "vela"

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